Die Weigerung des Kindes ist von einer – mit Händen zu greifenden – tief verwurzelten Angst gespeist, aus der Pflegefamilie herausgerissen zu werden“. Beiden Eltern fällt es schwer, ihren Wunsch, dass die Kinder zwar nicht sofort, aber doch in absehbarer Zeit wieder in ihren Haushalt zurückkehren, vor den Kindern zu verbergen. OLG Köln: Zeitweiliger Umgangsausschluss bei Pflegekindern, !!! Das OLG Schleswig kam in einem Beschluss vom 10.06.1999 (15 UF 209/98, FamRZ 2000, 48 f.) zu einem befristeten Umgangsausschluss einer leiblichen Mutter mit ihrem knapp 11 Jahre alten, seit über 5 Jahren in einer Pflegefamilie lebenden Kind. Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen. Gerade zu Beginn des Pflegeverhältnisses ist diese Situation für Pflegeeltern nicht immer einfach. Pflegekinder, Pflegeeltern und Herkunftseltern..... im Umgangskontakt aus Sicht der verschiedenen Akteure Agenda Reaktionen des Pflegekindes nach erfolgter Trennung Loyalitätskonflikte bei Pflegekindern Warum sind Umgangskontakte für das Pflegekind wichtig? §§ 1666, 1666a BGB, die andere Hälfte der fremdplatzierten Kinder wurde „freiwillig“ d. h. mit Zustimmung der leiblichen Eltern, fremd untergebracht. Umgangskontakte Pflegekinder. Tel. 23 Gestaltung von Umgangskontakten Aspekte, die positiv zu Umgangskontakten beitragen Sie ist aber notwendig im Interesse des Wohls der Kinder, das hier Vorrang vor den berechtigten Belangen der Eltern hat, auch wenn diese sie zurzeit als ungerecht empfinden.“. (…). So heißt es in § 1684 IV BGB: „Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Hintergrund für diese Tendenz ist neben einem unterschwelligen „Mitleid“ für die Herkunftsfamilie sicherlich auch die schwierige gesetzliche Lage. Bergstr. Außerdem haben sich die Eltern und weitere Umgangspersonen des Kindes so zu verhalten, dass Beziehungen des Kindes zu den Pflegeeltern nicht beeinträchtigt werden und die Erziehung des Kindes durch den Umgang nicht … Diesen Willen hält der Senat nicht nur für beachtlich, sondern mit Blick auf das Kindeswohl gegenüber den Belangen (der leiblichen Eltern) auch für ausschlaggebend. Prozentuale Anteile der besuchten Schulformen der Pflegekinder (n = 131)..... 121 Abbildung 3. Diese Seite verwendet Cookies. Literaturverzeichnis. Warum sind Pflegekinder eine Risikogruppe? Fazit. Umgangskontakte müssen immer aus der Perspektive des Kindes (einschließlich … Die Mutter leidet sehr unter dieser Kindswegnahme, und an allem ist das übereifrige Jugendamt in Echstätt schuld. Dort heißt es: „Auf dem Hintergrund des den Erwachsenen so fremden Zeiterlebens des kleinen Kindes und seiner existenz-notwendigen Suche nach einer neuen Bindung an Ersatzeltern werden vielleicht aber auch die Probleme verständlicher die so oft mit Besuchen der leiblichen Eltern verbunden sind (…) Zunehmend geraten die Besuche für das Kind in den Konflikt zwischen der alten und neuen Bindung, dem es auf die Dauer nicht gewachsen ist. Da schaute sogar der Jugendamt Betreuer weg, beim letzten Besuch mit der Mutter. Das OLG führt hierbei aus, dass sich das Pflegekind. Lebt ein Kind/Jugendlicher zwei Jahre in dieser Pflegefamilie und ist ein Verbleib dort auf Dauer zu erwarten, so wechselt nach § 86 Abs. PevDi e.V. Hinsichtlich der üblichen Häufigkeit von Umgangskontakten bei Dauerpflegekindern hat das OLG Hamm im Beschluss vom 06.01.2004 (13 WF 540/03), soweit ersichtlich nicht veröffentlicht, deutlich Stellung genommen. Da aber die Eltern, wie sie nicht bestreiten, auch derzeit noch nicht wieder in der Lage sind, die Kinder zu betreuen und zu erziehen, diese also weiterhin bei den Pflegeeltern bleiben müssen, muss den Kindern in erster Linie Sicherheit und die Gewissheit vermittelt werden, in der Obhut der Pflegeeltern bleiben zu können. In der Literatur wird zwischen folgenden Formen des begleiteten Umgangs unterschieden: o Beaufsichtigter Umgang für Familiensituationen, in denen eine direkte Gefährdung des Kindes durch den umgangsberechtigten Elternteil besteht … 3. In einem anderen Fall kam daher etwa das OLG Oldenburg nur zu begleiteten vierteljährlichen Umgangskontakten. Umgangsverfahren vor Gericht sind für Pflegeeltern und alle, die sich für das Pflegekind einsetzen, häufig schwierig zu führen. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Zum anderen leben Pflegekinder, um die „gestritten“ wird, häufig bereits seit langem in der Pflegefamilie, so dass die Frage ins Zentrum rückt, inwieweit diese zu ihrer (Ersatz-)Familie geworden ist, die als solche nunmehr grundrechtlichen Schutz genießt – auch gegenüber Ansprüchen der leiblichen Eltern. Pflegekinder, oftmals sind auch Pflegekinder selbst schon mit diesen Programmen vertraut. Diese kinderpsychologischen Zusammenhänge sind Familiengerichten häufig nicht gut vertraut, da diese in der Praxis meist eher selten mit Pflegekindern zu tun haben. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und können Spendenbescheinigungen ausstellen, wenn gewünscht. Alles liegt heillos durcheinander auf dem Boden und auch sonst. Gerade bei Inobhutnahme eines Säuglings in einer Pflegefamilie – wie vorliegend – entwickelt sich eine Beziehung, die alle psychologischen Elemente einer gut funktionierenden Eltern-Kind-Beziehung enthält. Mitglied im Landesverband für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V. Nur für etwa die Hälfte aller Pflegekinder erfolgten in Deutschland ge-richtliche Schutzmaßnahmen gem. Dabei ging es um das Umgangsrecht der Mutter eines 4-jährigen Kindes, welches bereits kurz nach der Geburt vom Jugendamt in Obhut genommen wurde und sich seit dem Alter von drei Monaten in einer Pflegefamilie befindet. Außerdem haben sich die Eltern und weitere Umgangspersonen des Kindes so zu verhalten, dass Beziehungen des Kindes zu den Pflegeeltern nicht beeinträchtigt werden und die Erziehung des Kindes durch den Umgang nicht erschwert wird (§ … Denn die im Gesetz geregelte Umgangsregelung, § 1684 BGB, ist im Grunde eine Regelung für Scheidungskinder und deren besondere Problematik. Es hat dabei stets als oberste Prämisse das Kindeswohl herausgehoben. Günstig ist, wenn hierzu konkrete Angaben im Hilfeplanprotokoll über Auffälligkeiten des Kindes usw. Sie sind vielleicht noch nicht sicher, wie sie sich bei den Treffen gegenüber den Eltern ihres … Damit hat das Kind sein gesamtes bewusstes Leben im Haushalt der Pflegeeltern verbracht und diese mit den Begriffen und Vorstellungen von Familie und Eltern besetzt. Dieses Bedürfnis besteht ein Leben lang. Dies geht oftmals bis hin zu offenen „Abwebungsversuchen“ oder gar Aussagen, dass man das Pflegekind bald wieder „nach Hause“ holen werde. Kanzleianschrift Rechtsanwalt Steffen Siefert Aachener Str. Diese Angst vor einer Herausnahme kann bei dem Kind bereits durch Verhaltensweisen der Antragstellerin entstehen, ohne dass dies von jener ausdrücklich ausgesprochen oder aktuell letztendlich gewollt wird. Im Jahr 2005 befanden sich in Deutschland rund 50.000 Kinder in … Mit erfreulich klaren Worten hat das OLG Köln in einer Entscheidung vom 30.01.2009 (14 UF 172/08) das Umgangsrecht eines leiblichen Vaters mit seinen in Pflegefamilien untergebrachten Kindern für ein halbes Jahr ausgesetzt, weil der Kindesvater die Pflegekinder bei Umgangskontakten immer wieder mit seinen … Dementsprechend stark ist das Umgangsrecht der leiblichen Eltern nach dem Wortlaut des Gesetzes ausgestattet. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Das OLG Celle führt in einem Beschluss vom 07.04.1999 (17 UF 314/98, FamRZ 2000, 48) aus, dass nur ein sehr eingeschränktes Umgangsrecht der leiblichen Eltern in Betracht komme. Pflegekinder Heft 1/2020. Hinsichtlich der üblichen Häufigkeit von Umgangskontakten bei Dauerpflegekindern hat das OLG Hamm im Beschluss vom 06.01.2004 (13 WF 540/03), soweit ersichtlich nicht veröffentlicht, deutlich Stellung genommen. Vielen Dank . Es gibt Behörden, als Beispiel in Eichstätt, welche durch anonyme telefonische Information , einer jungen Mutter beide Kinder vor 10 Jahren genommen hatten, und sie sich nichts zuschulden kommen hat, lassen, nur einen faulen, untätigen Freund hatte, und als Wegnahmegrund wird aufgeführt, dass der erst Zur Anbahnung und Stabilisierung einer persönlichen Beziehung zwischen Mutter und Kind hält es der Senat für erforderlich, dass Umgangskontakte an 6 Terminen im Jahr – wobei diese selbst zwischen 1 und 1 ½ Stunden andauern sollten – stattfinden. Autor: Paula Zwernemann I. Einleitung Die Gestaltung der Besuchskontakte bei Pflege- und Adoptivkindern ist ein wichtiger Faktor für das Gelingen oder Scheitern eines Pflegeverhältnisses oder auch eines offenen Adoptivverhältnisses. Daraus resultiert aber nicht die Pflicht, die Wünsche ihrer Eltern nach Umgangskontakten zu befriedigen. Im Hinblick hierauf ist sicherzustellen, dass zwar ein Umgang zwischen der Antragstellerin und ihrem Kind besteht, dieser jedoch (zumindest zunächst) in einem zeitlich eingeschränkten Rahmen stattfindet. Weiterhin muss durch die Ausgestaltung des Umgangs sichergestellt werden, dass aus Sicht des Kindes seine soziale Position im Rahmen der Pflegefamilie in keiner Weise gefährdet wird. © 2017 - 2020 Pflege- und Adoptivfamilien - Unabhängiger Landesverband Niedersachsen (Paul Niedersachsen) e.V. Die Häufigkeit und die Art der Kontakte hängen von den Vorerfahrungen des Kindes, seinem Alter und der Beziehung zur Herkunftsfamilie ab. Denn gerade Umgangsentscheidungen werden je nach Einzelfall zu entscheiden sein. Das ist zur Zeit nur gewährleistet bei einem Umgang in relativ großen Zeitabständen, in denen die Kinder jeweils nach den Besuchen wieder zur Ruhe kommen können. Gerichtliche Entscheidungen – auch die oben zitierten – können daher nicht ohne weiteres für andere Sachverhalte werden. Hier wäre Nachbesserung deutlich angezeigt. Der Senat verkennt nicht, dass mit dieser Umgangsregelung eine nicht unerhebliche Einschränkung des Elternrechts verbunden ist. Um hierbei zu gewährleisten, dass die Antragstellerin gegenüber (dem Pflegekind) nicht in einer Art auftritt, die zu einer Erschütterung deren gefestigter Lebensumstände führt und sie von den Personen, zu denen sie eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut hat, entfremdet, können im Kindeswohlinteresse diese Umgangskontakte nur in Begleitung von Jugendamtsmitarbeitern oder von diesen beauftragten Personen stattfinden.“. Das Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Pflege- und Adoptivfamilien – Unabhängiger Landesverband Niedersachsen (Paul Niedersachsen) e.V. Üblich sind in der gegebenen Situation Besuchskontakte einmal alle 4, 6 oder 8 Wochen. Umso erfreulicher ist es, dass immer wieder höchstrichterliche Entscheidungen das Umgangsrecht leiblicher Eltern mit einem Pflegekind sehr differenziert und im Hinblick auf das Kindeswohl betrachten. Die Entwicklung der psychischen Identität des Kleinkindes ist daran gebunden, dass kontinuierlich Bezugspersonen zur Verfügung stehen, die Schutz, Beruhigung … Die leibliche Mutter strebte vor Gericht an, dass ihr ein Umgangsrecht alle 14 Tage von Freitagnachmittag, 18.00 Uhr bis Sonntagabend, 18.00 Uhr sowie in der Hälfte der jeweiligen Ferienzeit eingeräumt wurde. Gestaltung der Umgangskontakte 3.1 Der Ort des Umgangskontaktes 3.2 Schutzfaktoren für gelingende Kontakte. Dass gerade Pflegekinder hierauf besonders heftig und irritiert reagieren, liegt auf der Hand und ist mit dem existenznotwendigen Bedürfnis von Pflegekindern nach sicheren und konstanten Bezugspersonen ohne weiteres zu erklären. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt“. Neue höchstrichterliche Rechtsprechung zum Umgangsrecht von Pflegekindern: Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dadurch besteht die Gefahr starker Loyalitätskonflikte der Kinder, so dass zur Zeit der Umgang nur an einem neutralen Ort, keinesfalls in der Wohnung der Eltern zu verantworten ist (…). 5. Das OLG Hamm jedoch ist dem entgegen getreten und hielt lediglich Umgangskontakte an sechs Terminen im Jahr für 1 bis 1 ½ Stunden mit dem Kindeswohl für vereinbar. DE75 2184 0078 0434 1301 00 197-199, 50931 Köln Telefon: 0221-940 56 70 Telefax: 0221-940 56 78 E-Mail: info@pflegeelternrecht.de 1 Die Aufnahme eines Kindes aus einer anderen Familie und das daraus resultierende Zusammenleben mit allen auftretenden Veränderungen bedeutet für … Für Pflegekinder sind Kontakte zu den leiblichen Eltern, Geschwistern und anderen An-gehörigen wichtig, um sich mit den eigenen Wurzeln und der familiären Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen zu können. verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Hinsichtlich der üblichen Häufigkeit von Umgangskontakten bei Dauerpflegekindern hat das OLG Hamm im Beschluss vom 06.01.2004 (13 WF 540/03), soweit ersichtlich nicht veröffentlicht, deutlich Stellung genommen. Einer derartigen Gefährdung kann jedoch hier durch die Anordnung eines nur begleiteten Umgangs sowie eine zeitliche Begrenzung der Umgangskontakte begegnet werden. Hinsichtlich der Häufigkeit von Kontakten ist in Die Verantwortung für die Gestaltung der Umgangskontakte … Die Rahmenbedingungen von Besuchs-kontakten, wie Häufigkeit, Dauer und Ort, … Beistände  gehen mit – hören mit – schreiben mit- reden mit. Nach der neuesten Rechtslage müssen Pflegeeltern hier von den Familiengerichten an sich nun ohnehin angehört werden, zumindest wenn das Pflegekind sich seit längerer Zeit in Familienpflege befindet, § 161 II FamFG. zieht in der Praxis große Schwierigkeiten nach sich. Einleitung. Ich wünsche ... Besuchs­ und Umgangskontakte _____ 06 Einmalige Beihilfen oder Zuschüsse _____ 07 Dauer der Vollzeitpflege _____ 09 ... Besuchs- und Umgangskontakte. Mit erfreulich klaren Worten hat das OLG Köln in einer Entscheidung vom 30.01.2009 (14 UF 172/08) das Umgangsrecht eines leiblichen Vaters mit seinen in Pflegefamilien untergebrachten Kindern für ein halbes Jahr ausgesetzt, weil der Kindesvater die Pflegekinder bei Umgangskontakten immer wieder mit seinen … Literaturverzeichnis. Pflegekinder: Situation, Bindungen, Bedürfnisse und Entwicklungsverläufe Seite 128 ... Umgangskontakte und die Gestaltung von Beziehungen Seite 562 zur Herkunftsfamilie (Elisabeth Helming/Marion Küfnerl Heinz Kindler) ... 9.3 Häufigkeit und Verläufe nach Rückführungen im Überblick 9.4 Einzelfallbezogene … Themen zur Vollzeitpflege. WhatsApp eignet sich auch zur Videotelefonie, und bietet so die Möglichkeit, dass … Vielen Dank, dass Sie sich um Pflegekinder kümmern. Die Kinder wurden 20 und 40km entfernt bei Pflegeeltern untergebracht, und Besuch der Mutter, da kein Auto sehr eingeschränkt. Denn das BGB sieht durchaus die Möglichkeit der Einschränkung oder sogar Aussetzung von Umgangskontakten vor, wenn auch unter gewissen Voraussetzungen. Außerdem haben sich die Eltern und weitere Umgangspersonen des Kindes so zu verhalten, dass Beziehungen des Kindes zu den Pflegeeltern nicht beeinträchtigt werden und die Erziehung des Kindes durch den Umgang nicht erschwert wird ( § … Erfahrungen, die die Kinder/Jugendlichen in ihren Herkunftsfamilien gemacht haben (z.B. Dennoch bleibt festzustellen, dass die besondere Problematik von Pflegekindern durch den Gesetzgeber nicht genügend Berücksichtigung gefunden hat. 4. Die existentielle Eltern-Kind-Beziehung ist nicht an die leibliche Elternschaft gebunden und kann nach den Erkenntnissen moderner Kinderpsychologie zu Pflegeeltern ebenso tragfähig wie zu leiblichen Eltern sein. i. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Das genannte Regelmaß reicht nach den langjährigen Erfahrungen des Senats aufgrund vergleichbarer, mit fachkundigen Beteiligten geführter Verfahren aus, um einer Entfremdung des Kindes entgegenzuwirken, aber auch dem mit dem Umgang verbundenen Aufwand Rechnung zu tragen“. Die Herauslösung eines Pflegekindes aus einer Pflegefamilie, in der es durch längeren Aufenthalt verwurzelt ist, ist deshalb mit dem Kindeswohl nur zu vereinbaren und nur zulässig, wenn sie ohne die Gefahr einer erheblichen und nachhaltigen Störung der Kindesentwicklung durchgeführt werden kann. Denn die Pflegeeltern hätten. Das OLG führt aus: „(Umgang jeweils einmal alle 4 Wochen) liegt bereits an der Obergrenze. ist ein gemeinnütziger Verein, der keine eigenwirtschaftliche Zwecke hat. Dem Kind gegenüber ist offensichtlich von vornherein nie in Frage gestellt worden, dass es auf Dauer bei seinen Pflegeeltern leben wird. 25712 Buchholz „anschaulich und glaubhaft geschildert, dass bei beiden Kindern jeweils nach Besuchskontakten mit den Eltern sehr starke und lange anhaltende Auffälligkeiten auftraten (…). Kurz datauf verabschiedete sich der zu nichts taugende Freund und die Mutter hatte keine Kinder mehr, und leidet sehr darunter, und hat mittlererweile eine feste Arbeit. Das bei der Inkognitoadoption übliche völlige Ausgrenzen der Herkunftsfamilie hat sich nicht in … Nach dieser Vorschrift können Umgangskontakte vom Familiengericht natürlich auch eingeschränkt oder auch ausgeschlossen werden, „soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist“, so § 1684 IV BGB. Stellvertretend für die wissenschaftliche Forschung verweisen wir hier etwa beispielhaft auf Ausführungen von Prof. Dr. Zenz (Der Österreichische Amtsvormund 1985, 96 ff.). 2 Umgangskontakte und die Gestaltung von Beziehungen zur Herkunftsfamilie C.8 Umgangskontakte und die Gestaltung von Beziehungen zur Herkunftsfamilie 8.1 Umgangsrechte und -pflichten der Beteiligten Seite 8.2 Die Wirkung von Umgangskontakten und ihre mögliche Bedeutung für die Kinder Seite 8.3 Umgangskontakte … Hallo, besteht eine Pflicht der Pflegeeltern die Pflegekinder zu den Umgangskontakten zu fahren (80 km Entfernung) oder besteht nur die Pflicht der Pflegeeltern die Kinder herauszugeben? (…) Der angeordnete zeitweise Ausschluss des Umgangs ist derzeit erforderlich, um dem Kind eine – von der Frage des Umgangs unbehelligte – Entwicklung hin zu einer nicht von Ängsten besetzten Persönlichkeit zu ermöglichen. Pflegekinder besonders gefordert, diese unterschiedlichen Ansprüche, Normen, Werte und Familienmuster in ihre Identität zu integrieren, d. h. sie müssen sich mit ihrer Herkunft in einer ganz anderen Weise auseinandersetzten, als das Kinder tun, die bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. 3. Beginnt es nämlich, seine Pflegeeltern als Eltern zu akzeptieren, so wächst bei den Besuchen der leiblichen Eltern auch die Angst einer erneuten Bedrohung der mühsam neu gewonnenen Bindung und dies um so mehr, je deutlicher die Eltern ihre Ansprüche auf das Kind zu erkennen geben. Noch sind derlei Entscheidungen sicherlich eher die Ausnahme, als die Regel. Pflegekinder und Pflegeeltern „passgenauer“ zueinander zu bringen, werden regelmäßig laufen- ... Im Rahmen der Umgangskontakte zwischen dem Pflegekind und seiner Herkunftsfamilie soll ein ... Der Umgang soll altersangemessen hinsichtlich Umfang und Häufigkeit ge-staltet werden. Inzwischen existieren auch eine Reihe von höchstrichterlichen Entscheidungen, welche diese Besonderheiten entsprechend würdigen. 4. Immer wieder wird dabei auch die Auffassung vertreten, häufige Umgangskontakte zwischen Pflegekindern und leiblichen Elternteilen seien nötig, um einer Entfremdung entgegen zu wirken oder gar, um – teilweise auch nach mehrjähriger Pflegedauer – eine Rückführungsoption offen zu halten. Commerzbank Heide Oftmals trifft man hier auf sehr elternfreundliche Richterinnen und Richter. Pflegekinder werden auch in Familien, die außerhalb von Bayreuth leben, vermittelt. Pflegekinder vgl. Gerade weil sich die Rückführung der Kinder zu den Antragstellern als mit dem Kindeswohl nicht vereinbar erwiesen hat und die Antragsteller die Sorgerechtsentscheidung akzeptieren, muss dem Umstand, dass die Bindungsbedürfnisse der Kinder in erster Linie von den Pflegeeltern zu erfüllen sind, dahin Rechnung getragen werden, dass dieser Prozess nicht gestört wird. Egal, ob es leibliche Eltern sind, welche häufigeren Umgangskontakt einfordern oder Pflegeeltern bzw. Dennoch lohnt es sich in jedem Fall, bei Gericht um eine kindeswohlgerechte Umgangsregelung zu kämpfen. Umgangskontakte zwischen einem Kind und dem Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt. Eine Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen, wenn anderenfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Allein schon durch zu intensive Umgangskontakte mit der leiblichen Mutter, bei denen zu befürchten ist, dass jene ihre Mutterrolle gegenüber dem erst 4jährigen Kind herausstreicht und damit die Position des Kindes in der Pflegefamilie – bewusst oder auch nur unbewusst – in Frage stellt, kann das Kindeswohl gefährdet sein. PevDi e.V. In dem weiteren Beschluss hat das OLG Hamm (Beschluss vom 03.08.1999, 3 WF 259/99, FamRZ 2000, 1108) festgestellt: „Zumindest ein zeitlich befristeter Ausschluss des Umgangs der leiblichen Eltern mit ihrem bei Pflegeeltern lebenden Kind kann angezeigt sein, um die Entwicklung einer vertrauensvollen Beziehung zu seinen Pflegeeltern nicht zu gefährden“. In der Untersuchung »Strukturen der Vollzeitpflege in Niedersachsen« wurden von 217 im Jahr 2001 beendeten Hilfen in Pflegefamilien 11,1% geplante Rückführungen … Mögliche Wirkungen der Umgangskontakte auf die Pflegekinder. 5. 1. Die zentralen Begründungen der Entscheidung des OLG Hamm lauten dabei: „Auch wenn im Grundsatz der Umgang eines Kindes mit seinen leiblichen Eltern dem Kindeswohl dient, so bedarf es jedoch nach einem Aufenthalt von mehr als 4 Jahren während des prägenden Kleinkindalters in einer Pflegefamilie und dem Nichtvorhandensein emotionaler Bindungen zur leiblichen Mutter im Einzelfall einer konkreten Abwägung zwischen der Gefährdung des Kindeswohls durch Umgangskontakte einerseits und dem rechtlich geschützten Interesse der Eltern an dem Umgang mit ihrem leiblichen Kind andererseits. Wir suchen Familien, Paare und Einzelpersonen, die sich vorstellen können, ihr Herz und ihr Zuhause, vorübergehend oder auf Dauer für ein Kind zu öffnen, dass nicht bei seinen Eltern aufwachsen kann. Mögliche Wirkungen der Umgangskontakte auf die Pflegekinder. Trotz dieser zitierten und vieler weiterer Entscheidungen besteht im Bereich vom Umgangsrecht sicherlich noch erheblicher Nachbesserungsbedarf durch den Gesetzgeber. § 1684 I BGB lautet: „Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.“. Gestaltung der Umgangskontakte 3.1 Der Ort des Umgangskontaktes 3.2 Schutzfaktoren für gelingende Kontakte. Misshandlung, Vernachlässigung) Fremdunterbringung als Risiko Trennungen, Bindungsabbrüche & negativ verlaufende Umgangskontakte mit den Herkunftseltern Erhöhte …